Was Tiere mit achtsamkeit zu tun haben
UND WAS WIR VON IHNEN LERNEN KÖNNEN
Achtsamkeit klingt oft nach stiller Meditation, geradem Rücken und kontrolliertem Atem. Am Kleebauer Hof sieht Achtsamkeit manchmal anders aus: nach Heu im Maul, Schlamm im Fell und einem Stachelschwein, das erst um Mitternacht so richtig in Fahrt kommt. Unsere Hoftiere sind nämlich nicht nur süß anzusehen – sie sind, jedes auf seine Art, kleine Achtsamkeits-Profis. Hier ein paar Lektionen, direkt von unseren Buddys persönlich.
Machen Sie´s wie unsere Ponys Helga, Dieter und Rosie: Bleiben Sie bei dem, was gerade wichtig ist

Für Helga, Dieter und Rosie gibt es im Grunde nur ein Thema: Fressen. Und zwar immer. Kein Gedanke an gestern, keine Sorge um morgen – nur die Weide, das Gras und der nächste Bissen. Dieter ist dabei zugegebenermaßen manchmal ein bisschen bockig, aber auch das ist ehrlich gelebte Gegenwart: Wenn ihm etwas nicht passt, weiß man das sofort. Die Lektion fürs eigene Leben: Achtsamkeit muss nicht kompliziert sein. Manchmal reicht es, ganz bei der einen Sache zu bleiben, die gerade vor einem liegt – ganz ohne Multitasking.
Machen Sie´s wie unsere Alpakas Richie, Harald und Nils: Gehen Sie nicht allein durch schwierige Zeiten

Richie, Harald und Nils machen nichts allein – sie gibt es nur im Rudel. Ob Spaziergang über die Weide oder gemütliches Herumstehen: Immer alle drei zusammen. Das ist mehr als Gewohnheit, das ist Strategie. Gemeinschaft gibt Sicherheit, senkt den Stresspegel und macht selbst das Nichtstun leichter. Wer schon mal versucht hat, sich allein zur Achtsamkeit zu zwingen, weiß: Zu zweit oder in der Gruppe fällt das Ankommen im Moment oft leichter – ganz alpakamäßig.
Machen Sie´s wie unsere Stachelschweine Stephan und Julius: Erlauben Sie sich Ihren eigenen Rhythmus

Stephan und Julius interessieren sich für Melone, Ananas und Süßkartoffel – allerdings erst, wenn es dunkel wird. Tagsüber: Ruhe, Rückzug, keine Verpflichtungen. Nachts: volle Energie. Die beiden pfeifen komplett auf den Trend zum „früh aufstehen und produktiv sein“. Die Lektion: Nicht jeder Rhythmus passt zu jedem – und das ist völlig in Ordnung. Achtsamkeit heißt auch, den eigenen Takt zu respektieren, statt sich einem fremden Zeitplan aufzuzwingen.
Machen Sie´s wie unsere Hasengruppe: Laufen Sie einfach mal freudig los

Unsere Hasenbande hoppelt, wie es in ihrer Beschreibung so schön heißt, freudig durchs Leben – und gräbt mit Begeisterung Fluchttunnel, sobald ihnen danach ist. Kein Zögern, kein Zaudern, einfach machen. Das ist eine Erinnerung daran, dass Achtsamkeit nicht nur bedeutet, still zu sitzen. Sich einem Impuls mit Freude hinzugeben – ein spontaner Spaziergang, ein Lachanfall, ein Sprung ins kalte Wasser – ist genauso eine Form von Präsenz.
Machen Sie´s wie unsere Samtpfoten: Zeigen Sie sich, wie Sie gerade sind

Mal scheu, mal verschmust – unsere Katzen Oscar, Drago, Emil, Rudi & Lotte machen daraus kein Geheimnis. Sie verstellen sich nicht, um jemandem zu gefallen. Wer heute keine Streicheleinheiten will, bekommt keine. Wer morgen doch Nähe sucht, holt sie sich. Diese Konsequenz darf man sich ruhig abschauen: Nicht jeden Tag müssen wir gleich funktionieren. Achtsamkeit bedeutet auch, die eigene Stimmung anzuerkennen, statt sie zu überspielen.
Machen Sie´s wie unser Dackel Louis: Freuen Sie sich über die kleinen Dinge

Louis kommt zu Besuch, futtert mit Hingabe (am liebsten Pute mit Süßkartoffel und Quinoa, aber Hauptsache Aufmerksamkeit) und liebt vor allem eines: Massagen. Kein großes Programm, keine Ansprüche – ein Dackel, der einfach das Beste aus dem Moment herausholt. Genau das ist die vielleicht einfachste Achtsamkeitsübung überhaupt: kleine Freuden nicht zu übersehen, sondern sie ganz bewusst zu genießen.
Und was heißt das jetzt für Sie?
Man muss keine Yogamatte auspacken, um achtsamer zu werden. Manchmal reicht es, eine Weile am Zaun zu unserer Ponyweide zu stehen, den Alpakas beim Grasen zuzusehen oder – mit etwas Geduld – auf ein Schnurren von Oscar, Emil oder Drago zu warten. Unsere Tiere brauchen keine Anleitung für Achtsamkeit. Sie leben sie einfach. Am Kleebauer Hof dürfen Sie sich davon eine Scheibe abschneiden.
Lust, Helga, Dieter, Rosie & Co. persönlich kennenzulernen? Am Kleebauer Hof warten unsere Buddys schon auf Sie – und mit ihnen jede Menge gelebte Achtsamkeit.
Text: Sabrina Landskron